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VRML Geschichte

Zur Geschichte von VRML

Der Ursprung von VRML liegt im Jahr 1994 als Mark Pesce und Tony Parisi
ihre Idee eines Datenformates entwickelten, welches es ermöglichen sollte 3D-Welten und –Objekte im WWW herunterzuladen und sich darin zu navigieren.

Im Mai 1994 wurde der erste Prototyp eines von ihnen entwickelten 3D-Browsers auf der ersten WWW-Konferenz in Genf vorgestellt.
Der Name dieser neuen Sprache VRML, welche durch HTML inspiriert war, bedeutete zunächst Virtual Reality Markup Language,
wurde jedoch später als Virtual Realitiy Modeling Language übersetzt.

Das Open Inventor-Dateiformat (das auf OpenGL aufsetzt) der Firma Silicon Graphics (SGI) bildete die Basis zur Ableitung der 3D-Eigenschaften von VRML.
VRML basiert auf der Struktur eines Szenegraphen mit beliebig ineinander verschachtelten Knoten (Nodes), welche die Objekte und deren Eigenschaften beschreiben.

VRML erweiterte das Open Inventor Datenformat in erster Linie um WWW bezogene Eigenschaften, wie zum Beispiel die Verknüpfung zu anderen Welten durch URLs (Uniform Resource Locator) sowie um Interaktivität. Pesce und Parisi initiierten eine Mailingliste zum Thema VRML womit sehr schnell eine breite Öffentlichkeit an der Entwicklung von VRML teilhaben konnte.

Da VRML Unabhängigkeit und Plattforminteroperabilität als Grundsätze vorgibt, nahmen am Entwicklungsprozeß Entwickler und Vertreter großer Institutionen und Firmen, sowie Privatpersonen teil. Ergänzend wurde das VRML-Repositorium initiiert.

Dabei handelt es sich um einen WWW-Server des San Diego Supercomputer Centers (SDSC), auf dem sämtliche VRML-bezogene Produkte, Berichte, Vorschläge, Spezifikationen, Bibliotheken und Links zu VRML-Sites öffentlich zugänglich sind.

Durch diese Einrichtungen war die Grundlage der Kommunikation innerhalb der VRML-Gemeinschaft gewährleistet.
Im Oktober 1994 wurde auf der zweiten WWW-Konferenz in Chicago eine Draft-Form (Entwurf)des Sprachstandards vorgestellt und anschließend in der VRML-Gemeinschaft diskutiert.

Das Resultat wurde im April 1995 als erste offizielle VRML-1.0-Spezifikation herausgebracht.
Dadurch wurde für die Entwickler von Welten, Browsern und anderen VRML-Tools eine gemeinsame Basis vorgegeben, um Interoperabilitätsprobleme in Bezug auf zu viele, unterschiedliche Datenformate zu vermeiden. VRML 1.0 beschreibt einfache, statische 3D-Welten, die aus dem Internet heruntergeladen werden und in denen man sich dann navigieren kann.


Ende 1995 wurde von Sony, SGI sowie Mitgliedern der VRML Architecture Group (VAG) ein Vorschlag für VRML 2.0 ausgearbeitet, was unter der Bezeichnung Moving Worlds auf der VRML-Konferenz in San Diego vorgestellt wurde.

Er enthielt ein Event-orientiertes Ausführungsmodell (Executen model). Nach entsprechender Abstimmung innerhalb der Mailing Liste, unter Berücksichtigung anderer Vorschläge, wurde im August 1996 auf der Siggraph-Konferenz das endgültige Moving-Worlds-Proposal vorgestellt und freigegeben.

Die VRML-2.0-Spezifikation enthält viele Möglichkeiten, die 3D-Welt über eine Scriptsprache (z.B. Javascript) zu manipulieren. Zudem ist ein Kontakt mit der Außenwelt über die Verwendung von JAVA-Klassen möglich.

Mit der Erscheinung von VRML 2.0 wurde zusätzlich die Gründung des VRML-Konsortiums (VRMLC) beschlossen. Ursprünglich beteiligten sich 35 Firmen und Organisation daran (z.B. SGI, Netscape, Sun, Microsoft).

Die Aufgabe des Konsortiums besteht in der Pflege und Weiterentwicklung des VRML-Standards. Dieser Anspruch wird offiziell folgendermaßen beschrieben: Das VRML Consortium, Inc. ist eine nicht-gewinnorientierte Korporation, deren Zweck die Unterstützung und Verbreitung von VRML als offenem Standard für 3D-Mutimedia und gemeinsame virtuelle Welten im Internet ist [Schlüter Oliver, 1998, S.18].

Die Aufgaben des Konsortiums umfassen außerdem noch die schnelle industrielle Einführung des VRML-Standards, die Zusammenführung der Entwicklergemeinschaften um die weitere Evolution gemeinsam zu forcieren, die Bildung von Geschäfts- und Anwendergemeinschaften, die Entwicklung und den Einsatz von Konformitätstests um die Interoperabilität zu gewährleisten sowie die Verbindung zu Forschungs- und Lehreinrichtungen, anderen Technologiekonsortien und Organisationen herzustellen, um die Weiterentwicklung des VRML-Standards zu unterstützen.

Das VRMLC besteht aus einem Direktorat, den einzelnen technischen Arbeitsgruppen (Working Groups) und dem sogenannten VRML-Reviewer-Board (VRB). Das VRB ist eine Gruppe von VRML-Fachleuten, welche die Vorschläge der technischen Arbeitsgruppen überprüfen. Im April 1997 wurde die VRML 2.0 Spezifikation unter dem Namen VRML97 zum Draft International Standard 14772-1:1997 der International Standards Organisation (ISO) erklärt.

Im September 1997 wurde dieser vorläufige Draft endgültig als International Standard akzeptiert. VRML97 ist somit weltweit anerkannter und von Seiten der Industrie akzeptierter Standard und eine verläßliche Basis für Entwicklungen aller Art [http://www.vrml.org/Specifications/VRML97/].


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Pur3D im Internet:
Ein Gespräch mit Mark Pesce, dem Schöpfer von VRML
 
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